Regenzeit ist Bastelzeit

Hier sind Bilder vom Astrotreff zu sehen...

Moderator: Werner

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UlrichW
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Regenzeit ist Bastelzeit

Beitrag von UlrichW »

...wie Tommy schon sagte!

Hi Leute,

wenn regnet, stürmt und ansonsten ist einem auch fade, stöbert man im Netz der netze und findet: Einen neuen Raw-Konverter. Ok, der ist nicht billig, aber als Testversion schnell runter geladen.

Es geht um "CaptureOne 4", den man als Testversion runterladebn kann.

So, bevor ich etwas zu den Möglichkeiten und Unmöglichkeiten des Converters etwas sage, würde ich gerne mal wissen, wie ihr die Ergebnisse findet. Als Basis habe ich ein Nebelfoto aus Jeßnigk vom September gewählt. Alle drei Bildpaare sind annähernd gleich bearbeitet. Lediglich in der Tonwertkorrektur habe ich bei den CaptureOne-Bildern viel weniger "ziehen" müssen (sieht m,an an den Sternen).

Hier die "alte Version" mit dem Canon-Converter:
Bild

Nun zwei verschiedene Bearbeitungsversionen (Farbmanagement) mit dem CaptureOne:

Bild

und

Bild


Die CaptureOne-Bilder sind mit Farbrauschunterdrückung konvertiert worden. Rauschunterdrückung auf "hotpixel" ist abgeschaltet gewesen. Als Resultat bekommt man Bilder, die die typischen Flecken des Canon-Konverters nicht besitzen, dafür aber sehr seltsam verzerrte Hotpixel, ohne daß Detailinformationen verloren gehen.

Und genau diese Hotpixel kann man nicht mit Darks entfernen. Offensichtlich benutzt CaptureOne einen Algorithmus, der es unmöglich macht, Darks so zu konvertieren, daß diese auch deckungsgleich zu den Lights sind. Als Ergebnis bekäme man nämlich fleckige brutal rauschige Bilder, auch wenn man alle möglichen Einflüsse des Programms abschaltet.

Also DARKS: NO GO!

Addiert man aber die konvertierten Bilder ohne "hotpixel-Rauschunterdrückung" verschwinden diese hotpixel fast automatisch, da sie wohl statistisch verteilt scheinen. Ein wenig Rauschunterdrückung vom Photoshop und die Rohbilder sind sehr gut zu bearbeiten.

Interessant sit auch das Verhalten des Programms bezüglich des Farbmanagements. Zuerst dachte ich die Farben sind völlig ausser Kontrolle geraten. Die Farben verhalten sich nach der Konvertierung im Photoshop etwas anders als die des Canon-Konverters. Z.B. sind Gelbtöne wesentlich besser dargestellt (z.B. Galaxienkerne), während Rot und Magenta deutlich ausgeglichener sind. KLediglich Blau scheint etwas "unterdimensioniert" zu sein, was abner am verwendeten Farbraum sRGB-IEC61966 liegen kann.

Im Endeffekt scheinen die Bilder insgesamt glatter und detailreicher. Das Rauschen lässt sich leichter glätten!

Die Bedienung der Software ist US-typisch gewöhnungsbedürftig. Da muss man sich erst richtig reinfummeln, dafür gibt es aber eine Menge Funktionen wie z.B. Vignettierungskorrekturen oder Bildwölbungs-Ausgleichsfuunktionen. Diese habe ich aber noch nicht ausprobiert!

Mich würde mal eure Meinung interessieren. Ich gehe jetzt mal an Bilder ran, die detailreicher sind, wie z.B. Galaxien. mal sehen was das Programm da so kann.

CS
Ulrich
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jü-lü
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Beitrag von jü-lü »

Hallo Ulrich

ist es in allen drei Bildchen die Gleiche aufnahme.

Die Leuchtspur ist im Oberen Bild kaum zu erkennen und
die Sterne sind auf den beiden unteren Bildchen deutlich
schärfer abgebildet (mehr details).

grüße Jü-Lü
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tommy
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Beitrag von tommy »

Wo ist denn der Mond? 8) :D

Und gaaanz schnell wech..
T aus D
Je größer der Dachschaden, desto besser der Blick auf die Sterne!
UlrichW
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Beitrag von UlrichW »

Hallo JüLü,

ja, es sind die gleichen Rohdaten, nur das Bild mit der Satelitenspur ist bei den neuen Bildern mit einer höheren Wichtung eingegangen. Dadurch ist die Spur deutlicher.

Was die größe der Sternabbildung anbelangt ist diese deshalb kleiner, da ich die Graduation nicht so stark anheben musste um etwas zu sehen.

Während es bei dem alten Bild notwendig war die Nebel sehr kontrastreich darzustellen um das Rauschen in den dunklen Partien zu unterdrücken, konnte ich es mir leisten bei den neuen Bildern das Ganze etwas "flauer" darzustellen. Da wenig Rauschen vorhanden ist, lassen sich so feinere Abstufungen in den Nebeln darstellen.

Zieht man die neuen Bilder auf eine ähnliche Nebelhelligkeit, wachsen natürlich die Sternradien wieder an, allerdings zeigen die Dunkelnebel dann weitere Struktuiren. Ich arbeite noch mal ein paar Bilder durch, denn ich glaube, daß der Konverter für unsere Art der Fotografie erhebliche Vorteile bringt. Doch dazu später mal ein wenig setailierter.

CS
Ulrich
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Matthias
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Beitrag von Matthias »

Hallo Ulrich,

dir ist echt langweilig, oder?

Gruß
Matthias
Spieglein, Spieglein ...
UlrichW
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Beitrag von UlrichW »

Hi Matthias,

och, eigentlich ...naja...also ehrlich!

Was willste denn sonst bei dem Wetter machen?

Ich kann ja auch unseren Erzfeind auf Nebelbilder basteln, oder alle Galaxien ausschnipseln und einen Supercluster zusammenkleben.

Oder ich knipse Weihnachtssterne und bastel mir meinen eigenen Sternhaufen.


Kann ich aber auch sein lassen!

Mir fällt noch eine Menge Unsinn ein!

Und da dachte ich mir, fängste doch mit dem Unsinnigsten an. Wenn ich dann mit meinen Ideen durch bin, strahlen bestimmt wieder die Sterne.

CS
Ulrich
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Dsky-Tom
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.....

Beitrag von Dsky-Tom »

Huhu Regengeschädigte!

Wie wäre es mit nem Mondmosaik f=18m :mrgreen:

Die Chancen dafür stehen gut, da es eh klare Nächte gibt, wenn
die Laterne da oben rumleuchtet.
Wenn man damit fertig ist wird nur noch Neumond übrig sein und
wieder wolkenbehangen.

Ich verzweifel auch schon so langsam wieder.
Bin gerade dabei die Gegengewichte mit nem Edding zu restaurieren.
Menno wo soll das noch hinführen.

CS....in der Hoffnung, das es dieses Jahr noch mal was gibt.

M.f.G.
Thomas
Don´t pick up frozen Okulars... ;-)
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