Hi Leute,
wenn regnet, stürmt und ansonsten ist einem auch fade, stöbert man im Netz der netze und findet: Einen neuen Raw-Konverter. Ok, der ist nicht billig, aber als Testversion schnell runter geladen.
Es geht um "CaptureOne 4", den man als Testversion runterladebn kann.
So, bevor ich etwas zu den Möglichkeiten und Unmöglichkeiten des Converters etwas sage, würde ich gerne mal wissen, wie ihr die Ergebnisse findet. Als Basis habe ich ein Nebelfoto aus Jeßnigk vom September gewählt. Alle drei Bildpaare sind annähernd gleich bearbeitet. Lediglich in der Tonwertkorrektur habe ich bei den CaptureOne-Bildern viel weniger "ziehen" müssen (sieht m,an an den Sternen).
Hier die "alte Version" mit dem Canon-Converter:

Nun zwei verschiedene Bearbeitungsversionen (Farbmanagement) mit dem CaptureOne:

und

Die CaptureOne-Bilder sind mit Farbrauschunterdrückung konvertiert worden. Rauschunterdrückung auf "hotpixel" ist abgeschaltet gewesen. Als Resultat bekommt man Bilder, die die typischen Flecken des Canon-Konverters nicht besitzen, dafür aber sehr seltsam verzerrte Hotpixel, ohne daß Detailinformationen verloren gehen.
Und genau diese Hotpixel kann man nicht mit Darks entfernen. Offensichtlich benutzt CaptureOne einen Algorithmus, der es unmöglich macht, Darks so zu konvertieren, daß diese auch deckungsgleich zu den Lights sind. Als Ergebnis bekäme man nämlich fleckige brutal rauschige Bilder, auch wenn man alle möglichen Einflüsse des Programms abschaltet.
Also DARKS: NO GO!
Addiert man aber die konvertierten Bilder ohne "hotpixel-Rauschunterdrückung" verschwinden diese hotpixel fast automatisch, da sie wohl statistisch verteilt scheinen. Ein wenig Rauschunterdrückung vom Photoshop und die Rohbilder sind sehr gut zu bearbeiten.
Interessant sit auch das Verhalten des Programms bezüglich des Farbmanagements. Zuerst dachte ich die Farben sind völlig ausser Kontrolle geraten. Die Farben verhalten sich nach der Konvertierung im Photoshop etwas anders als die des Canon-Konverters. Z.B. sind Gelbtöne wesentlich besser dargestellt (z.B. Galaxienkerne), während Rot und Magenta deutlich ausgeglichener sind. KLediglich Blau scheint etwas "unterdimensioniert" zu sein, was abner am verwendeten Farbraum sRGB-IEC61966 liegen kann.
Im Endeffekt scheinen die Bilder insgesamt glatter und detailreicher. Das Rauschen lässt sich leichter glätten!
Die Bedienung der Software ist US-typisch gewöhnungsbedürftig. Da muss man sich erst richtig reinfummeln, dafür gibt es aber eine Menge Funktionen wie z.B. Vignettierungskorrekturen oder Bildwölbungs-Ausgleichsfuunktionen. Diese habe ich aber noch nicht ausprobiert!
Mich würde mal eure Meinung interessieren. Ich gehe jetzt mal an Bilder ran, die detailreicher sind, wie z.B. Galaxien. mal sehen was das Programm da so kann.
CS
Ulrich