Hallo Zusammen,
neue Frage, neues Glück!!!
Thema: Darks
Frage: Ja oder Nein und wenn ja, dann wie...
Bisher habe ich eigentlich nie Darks gemacht. Und mir ist auch nie wirklich auf dem Berg aufgefallen, dass einer von Euch welche macht!
Macht Ihr denn alle kleine, oder verwendet Ihr eine Masterdark-Sammlung mit entsprechender Temperatur?
Bisher habe ich auch nicht wirklich gute Ergebnisse mit den Dunkelbildern gemacht...
Also, Schreiben, Nörgeln und Quatschen ist erlaubt...
Gruß Christian
Und immer wieder Darks!!!
Moderator: Werner
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UlrichW
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- Registriert: Dienstag 10. Januar 2006, 14:07
- Wohnort: Bottrop-Kirchhellen
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Hallo Christian,
ich arbeite grundsätzlich mit Darks! Allerdings, nicht so wie viele Andere es beschreiben, indem ich die Darks einfach abziehen lasse, sondern ich gehe einen eigenen Weg.
Grundlage dabei ist folgender Gedanke.
Rauschen ist eine Funktion der temperatur und der Belichtungszeit. Während ich letztere noch ziemlcih genau konstant halten kann, ist die Temperatur dauernden Schwankungen unterworfen. Temperaturgradienten von mehreren Grad in der Nacht sind nichts ungewöhnliches!
Bei SW_Kameras ist das Rauschen wiederum eine Funktion des Pixels an sich. Jedes Pixel hat ein eigenes Rauschverhalten, daß direkt der Belichtungszeit und Temperatur entspricht.
Bei Bayers-Pattern-Kameras, also Farbchips, ist daß Rauschen aber eine Funktion der vier umgebenden Pixeln. D.h. daß das Pixelrauschen eines einzelnen Pixels sich aus der interpolierten Rauschkomponente der umgebenden Pixel zusammen setzt. Einerseits glättet daß die Maxima des Rauschens, andererseits wird aber ein Dark nicht mehr wirklich proportional, denn kleinste Veränderungen bewirken andere Rauschcharakteristika! Die Verteilung des Rauschens bleibt dabei gleich, während sich die Intensität verändert.
Meine Vorgehensweise ist etwa wie folgt:
Ich erstelle ein Dark, hier zu Hause bei ca. 20° und 15min. Dieses Dark ist beim Vergrößern gruselig, aber es zeigt genau die Störungen des Chips, die später auch im Bild vorhanden sind. Dieses Dark kann man Monatelang benutzen!
Dieses Dark kopiere ich als Ebene in alle konvertierten 16-bit-Rohbilder und schalte im PS die Ebenenfunktion Differenz ein. Nun verschiebe ich den Transparenzregler solange, bis gerade die hellen Rauschpixel verschwinden und sich anstelle der Störpixel die Farbe des Objektes zeigt. Gleichzeitig achte ich darauf, daß die Flecken im Hintergrund des Darks die Farbflecken des Objektes ausgleichen.
Z.B. wenn sich im Dark an einer Stelle ein blauer Fleck befindet, befindet sich im Rohbild ebenso ein Fleck mit einer Farbe, die nicht zum Objekt passt. Durch die Transparenz wird die Farbstörung soweit aufgehoben, daß die richtige Objektfarbe sich zeigt und gleichzeitig die hellen Störpixel verschwinden.
Dabei gehe ich nie soweit, daß die Störpixel als dunkle Punkte im Rihbild bleiben, sondern gerade soweit daß sich die Helligkeiten anpassen.
Wenn das gelungen ist (Transparenz liegt meist zwischen 10 und 50%), werden die Ebenen vereinigt und fertig ist das Dark-korrigierte Rohbild und kann später addiert werden.
Ich gehe davon aus, daß das Dark alle Störungen des Chips zeigt, die auch im Chip IMMER vorhanden sind. Für zufällige Störungen addiert man ja, um diese zu reduzieren. Diese Störungen, d.h. deren Helligkeit ist abhängig von der Belichtungszeit und der Temperatur. Wenn ich also das Dark wie oben beschrieben abziehe, ziehe ich vom Rohbild genau die Helligkeit ab, die der Rohbildbelichtungszeit und der dazu gehörigen Temperatur entspricht.
Was übrig bleibt im Bild ist das alleinige Rauschen durch die Signalverarbeitung betreffs Konvertierung und Bayern-Pattern, welche nur durch Addition gemindert werden können.
Probier es aml an einem "roten Nebel" aus.
CS
Ulrich
PS: Das ist auch einer der Gründe warum ich selten Fitswork benutze. Dieses zieht die Darks zu 100% ab, was Streifen im Additionsbild verursacht. Wenn ich die Darks abziehe, kann ich sie auch gleich selbst addieren, wobei ich da mehr Möglichkeiten habe korrigierend einzugreifen.
ich arbeite grundsätzlich mit Darks! Allerdings, nicht so wie viele Andere es beschreiben, indem ich die Darks einfach abziehen lasse, sondern ich gehe einen eigenen Weg.
Grundlage dabei ist folgender Gedanke.
Rauschen ist eine Funktion der temperatur und der Belichtungszeit. Während ich letztere noch ziemlcih genau konstant halten kann, ist die Temperatur dauernden Schwankungen unterworfen. Temperaturgradienten von mehreren Grad in der Nacht sind nichts ungewöhnliches!
Bei SW_Kameras ist das Rauschen wiederum eine Funktion des Pixels an sich. Jedes Pixel hat ein eigenes Rauschverhalten, daß direkt der Belichtungszeit und Temperatur entspricht.
Bei Bayers-Pattern-Kameras, also Farbchips, ist daß Rauschen aber eine Funktion der vier umgebenden Pixeln. D.h. daß das Pixelrauschen eines einzelnen Pixels sich aus der interpolierten Rauschkomponente der umgebenden Pixel zusammen setzt. Einerseits glättet daß die Maxima des Rauschens, andererseits wird aber ein Dark nicht mehr wirklich proportional, denn kleinste Veränderungen bewirken andere Rauschcharakteristika! Die Verteilung des Rauschens bleibt dabei gleich, während sich die Intensität verändert.
Meine Vorgehensweise ist etwa wie folgt:
Ich erstelle ein Dark, hier zu Hause bei ca. 20° und 15min. Dieses Dark ist beim Vergrößern gruselig, aber es zeigt genau die Störungen des Chips, die später auch im Bild vorhanden sind. Dieses Dark kann man Monatelang benutzen!
Dieses Dark kopiere ich als Ebene in alle konvertierten 16-bit-Rohbilder und schalte im PS die Ebenenfunktion Differenz ein. Nun verschiebe ich den Transparenzregler solange, bis gerade die hellen Rauschpixel verschwinden und sich anstelle der Störpixel die Farbe des Objektes zeigt. Gleichzeitig achte ich darauf, daß die Flecken im Hintergrund des Darks die Farbflecken des Objektes ausgleichen.
Z.B. wenn sich im Dark an einer Stelle ein blauer Fleck befindet, befindet sich im Rohbild ebenso ein Fleck mit einer Farbe, die nicht zum Objekt passt. Durch die Transparenz wird die Farbstörung soweit aufgehoben, daß die richtige Objektfarbe sich zeigt und gleichzeitig die hellen Störpixel verschwinden.
Dabei gehe ich nie soweit, daß die Störpixel als dunkle Punkte im Rihbild bleiben, sondern gerade soweit daß sich die Helligkeiten anpassen.
Wenn das gelungen ist (Transparenz liegt meist zwischen 10 und 50%), werden die Ebenen vereinigt und fertig ist das Dark-korrigierte Rohbild und kann später addiert werden.
Ich gehe davon aus, daß das Dark alle Störungen des Chips zeigt, die auch im Chip IMMER vorhanden sind. Für zufällige Störungen addiert man ja, um diese zu reduzieren. Diese Störungen, d.h. deren Helligkeit ist abhängig von der Belichtungszeit und der Temperatur. Wenn ich also das Dark wie oben beschrieben abziehe, ziehe ich vom Rohbild genau die Helligkeit ab, die der Rohbildbelichtungszeit und der dazu gehörigen Temperatur entspricht.
Was übrig bleibt im Bild ist das alleinige Rauschen durch die Signalverarbeitung betreffs Konvertierung und Bayern-Pattern, welche nur durch Addition gemindert werden können.
Probier es aml an einem "roten Nebel" aus.
CS
Ulrich
PS: Das ist auch einer der Gründe warum ich selten Fitswork benutze. Dieses zieht die Darks zu 100% ab, was Streifen im Additionsbild verursacht. Wenn ich die Darks abziehe, kann ich sie auch gleich selbst addieren, wobei ich da mehr Möglichkeiten habe korrigierend einzugreifen.
Kein Stern ist so rund, daß ich ihn nicht eirig kriege und außerdem: schmutzig ist putzig!
Hallo Ulrich,
ich habe jetzt mit verschiedenen Darks mal mit der Ebenentechnik im PS rumgespielt! Wenn man stark ins Bild reinzoomt kann man schon erkennen, ab wann sich das Dark bemerkbar macht, ohne die ekeligen schwarzen Flecken zu hinterlassen!
Werd das aber auch nochmal mit einem Masterdark versuchen!
Aber einen soooooooo großen Unterschied kann ich bisher nicht erkennen, werde aber die nun mit dem Dark abgezogenen Bilder auch mal addieren um das mal mit meinem bisherigeneg Bild zu vergleichen!!
Gruß Christian
ich habe jetzt mit verschiedenen Darks mal mit der Ebenentechnik im PS rumgespielt! Wenn man stark ins Bild reinzoomt kann man schon erkennen, ab wann sich das Dark bemerkbar macht, ohne die ekeligen schwarzen Flecken zu hinterlassen!
Werd das aber auch nochmal mit einem Masterdark versuchen!
Aber einen soooooooo großen Unterschied kann ich bisher nicht erkennen, werde aber die nun mit dem Dark abgezogenen Bilder auch mal addieren um das mal mit meinem bisherigeneg Bild zu vergleichen!!
Gruß Christian
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UlrichW
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Hi Christian,
stimmt, im Winter ist der Unterschied im einzelnen nicht sooo groß, aber im Sommer!
Der Vorteil dieser Methode ist, daß sich das restliche Rauschen beim addieren leichter glätten lässt. Aber letztendlich muss eh jeder wissen was er wie macht, dafür gibt es zuviele Wege, Ansätze und Ansichten!
Poste doch mal die Ergebnisse, ich arbeite gerade an Meinen!
CS
Ulrich
stimmt, im Winter ist der Unterschied im einzelnen nicht sooo groß, aber im Sommer!
Der Vorteil dieser Methode ist, daß sich das restliche Rauschen beim addieren leichter glätten lässt. Aber letztendlich muss eh jeder wissen was er wie macht, dafür gibt es zuviele Wege, Ansätze und Ansichten!
Poste doch mal die Ergebnisse, ich arbeite gerade an Meinen!
CS
Ulrich
Kein Stern ist so rund, daß ich ihn nicht eirig kriege und außerdem: schmutzig ist putzig!