kennt ihr das? Da steht man auf dem Berg, hat so ca. 100 Objekte im Kopf und fängt dann mit einem an. Kurze Zeit später bringt man in Erfahrung, das der Kollege schon ein dolles Bild hat, während man selber das Unmögliche mit der Brechstange zu erreichen versucht (galaktischer Zirrus...nicht lachen!). Ok, Einsicht ist ja da, also schwenkt man auch auf ein eher machbares Objekt (IC410). Und 4 Belichtungen später stellt man mit Erstaunen fest, das das aber höllig matschig ist auf dem Bild. Also wird zu einer Standardkerze gewechselt (Plejaden), die auch an Brilliant geizten. Also dann eben M42, weil der gerade hoch kam. Naja, eigentlich ist M42 langweilig....machen wir halt ein paar Flats.
Und am Ende der Nacht hat man dann einen Haufen Garnichts und klitschnasse Kabel. Echt, nicht mal der Grill wollte angehen....
OK, dann üben wir halt Flatdivision. Ich weis jetzt warum ich den IDAS so hasse. Der versaut alles. Jeder versuch die Flats zu verarbeiten endete in derben Farbfehlern. Ziehe mal von einem Bild das hellblaue Flat (durch den IDAS gemacht) ab, da kriegt man aber sein rotes Wunder. Nach so ungefähr 20 (ungelogen) Versuchen bin ich dann auf die Idee gekommen, die Debayerung so einzustellen, das die Farben schon optimal rüber kommen. Erst mit dieser Einstellung ließen sich auch Flats debayern, die nach der Flat-Disvision keine allzugroßen Farbgradienten erzeugt haben. Egal, Farbkameras haben halt ihre Tücken. Und den IDAS...ich weis nicht...ich weis nicht...so ein Krempel! Ohne klappte das immer besser.
Und so ganz nebenbei stellte ich schmerzlich fest, das mein Reducer-Abstand zwar für den H-Alpha-Filter prima passt, aber mit dem IDAS doch ein wenig falsch ist. erwähnte ich das mit dem IDAS schon...
Egal, hier jetzt mal ein Ergebnis aus 4 Belichtungen a 15min. MIT IDAS, ED120/600 (reduziert).

Also das ist das Beste was ich im Augenblick daraus zaubern konnte. Ich weiß, die Eckenabbildung ist..sagen wir verbesserungswürdig. Und die Farbe im Hintergrund eher suboptimal. Auch die heller Sterne sind noch etwas zu groß, aber wenn ich das Halo wegrechnen lasse, ist der nebel auch futsch.
Ich bin mir auch nicht sicher, ob der rötliche Hintergrund (vom Nebel gesehen auf 4 Uhr) nun ein Bearbeitungsartefakt ist oder nicht. Einerseits weist diese Region nachweisbare nebelartige Strukturen auf, andererseits kann ich den auch zu verrecken nicht wegrechnen ohne den Nebel an sich zu skalpieren! Also irgendwie doch interessant...vor allem wenn man die Murksigen Rohdaten sieht...
So, nu will ich nicht schon wieder 1.5Seiten schreiben, daher
CS
Ulrich