Hi Christian!
nun mit einer gewissen Goto-Ungenauugkeit kann ich leben, insbesondere da diese Abweichung auch nicht besonders groß sein dürfte!
Wenn du nicht gerade von Nord nach Süd schwenken willst kann man in der Tat damit noch leben.
Wenn bei nicht 100%er Einnordung ein Aligment nach Bsp.-Weise Stern "Vega" gemacht wird und dieser Stern nicht gerade in der Mitte
des Cam-Suchers oder Okular ist löse ich einfach die Bremse und
stelle Vega manuell in die Bildfeldmitte und fertich is..!
Ich sage in diesem Falle dem Goto welcher Stern das ist und nicht umgekehrt, wie es eigentlich üblich ist.
Ich mache auch nur ein 1-Star Aligment und das reicht in meinen Fall
immer aus, wenn man sich in einem Himmelarreal von ca. +/- 15° bewegt.
In diesem Feld sind immer die Objekte im Zentrum des Gesichtsfeldes.
Ich gehe wie folgt vor:
1.) Monti aufbauen und so gut wie möglich Einnorden.
2.) 1-Star-Aligment durchführen.
3.) Das Objekt der Begierde anfahren und falls nötig die
Bremse lösen und von Hand in die Bildfeldmitte reinstellen.
Es gibt aber auch die Option in der Handsteuerung namens "Re.-Aligment".
Das habe ich noch nicht genutzt.
Ab diesem Punkt kann man dann jedes Objekt im Bereich vom
oben beschriebenen Himmelarreal genau mittig anfahren.
Größere Goto-Schwenks werden allerdings dann mit einer Drift bestraft, die abhängig von der Strecke ist, die das Goto fahren soll.
Wer also glaubt, 3.-Sterne-Aligment und danach den Ganzen Himmel
nach Objekten "Punktgenau" anzufahren wird sich wahrscheinlich wundern,
warum nach einer gewissen Gotostrecke die Objekte nicht mehr so mittig im Feld darstehen wie erhofft.
Zumindest ist es bei der EQ6 so.
Es scheint daran zu liegen,das die Polsucher leider nicht so genau sind, was das eingeätzte Kreisabbild mit Gr.Wagen und Cassiopeia betrifft.
Der Polsucher der Losmany wäre da eine genauere Alternative, da ein
3. Stern in das eingeätzte Schablonenbild zusätzlich zu den anderen zwei Sternen zur Deckung gebracht werden muss.
Bei der EQ6 muss man die Sternbilder des Polsuchers ungefähr parallel
anpeilen, was schon eine leichte Ungenauigkeit nach sich zieht.
Für große Bildfelder ist das Goto aber voll und ganz ausreichend.
Die Objekte sind mit einem 30mm-Okular oder einer DSLR bei
f=1000mm zu 95% identisch und somit können die Objekte doch
noch im Gesichtsfeld erscheinen.
Entweder irgendwo am oberen, unteren, linken oder rechten Bildfeldrand.
Dann in die Mitte fahren und fertig.
Bei kleineren Chips wie Bsp.-Weise eine Atik 16HR wird da schon eine genauere Positionierung gefordert, da kein visueller Probeblick wie bei
den DSLR´s durch den Sucher möglich ist und der abzubildende Himmelsausschnitt kleiner ist.
Dabei sollte man sich auf ein kleineres Himmelsarreal beschränken um
die größere Positioniergenauigkeit zu erhalten.
Bei Astro-CCD´s mit kleineren Chips wird es dann schon etwas schwieriger.
Kurz zusammengefasst:
Vorraussetzung der Einnordung so genau wie möglich!
3-Star-Aligment für Visuelle Zwecke:
Bei f=1000mm und einem Oku f=30mm sind Objekte durchaus im Bereich des Gesichtsfeldes zu erkennen wobei es gilt.: je größer der gefahrene Goto-Weg um so größer die Drift aus der Bildfeldmitte.
Je nachdem wie gut eingenordet wurde!
3-Star-Aligment für fotographische Zwecke:
Bei gleicher Brennweite nur mit einer DSLR, die ein Gesichtsfeld zu 95%
gleich eines 30er Okus besitzt ist diese Drift genau so groß.
Bei Astro-CCD´s, die einen kleineren Chip besitzen, wird das Objekt schnell komplett aus dem kleineren Himmelausschnitt wandern als einem lieb ist.
Deshalb ist die Beschränkung auf ein kleineres Himmelarreal um das zu
fotographierende Objekt zu empfehlen.
Nuja soviel zum Goto aus meiner Erfahrungskiste.
CS & CU
M.f.G.
Thomas