ich habe wie Thomas am 17.4.2015 auch den M13 auf dem Zettel gehabt. Naja, eigentlich nicht wirklich! Zettel verliere ich immer, und dann steh ich da, was tun? Mmmmh, h-alpha ist ein wenig rar geworden am Firmament... dann eben mal etwas was man gefühlt schon hundert mal belichtet hat, sich aber trotz intensiver Suche nur einmal auf der Festplatte findet: M13.
Und eigentlich ist es auch soetwas wie ein "back to the roots". Ich, also meine Wenigkeit, haben uns einmal wieder mit dem Thema DSLR beschäftigt, man hat ja sonst kaum Probleme! Also, kurzer Rede langer Sinn...langer Rede kurzer Sinn: M13 mit DSLR und 2-fach-Barlow am ED120/900...macht nach Adam Riese F15...Punkt!
Ha, das wäre geschaft. Sieht doch eigentlich gar nicht so schlecht aus. Doch dann tat ich etwas, was ich eigentlich immer tue: Ich überlager meine ganzen "Zwischenergebnisse", einfach mal um zu sehen was passiert. Und siehe da, auf einmal war die Farbe weg. Was denn nu los???
Also, um den geneigten Leser nicht im nebulösen Nirvana zu belassen, was mir übrigens gefallen würden, hier die Auflösung des Rätsels: Ich habe das DSLR-Raw einmal mit Nebulosity Debayert und einmal mit der Canon-Software.
Nöö, ich mag Rätsel:
Hier erst einmal das zweite Bild, wer sieht den Unterschied!
GENAU: Der Blau und Rotkanal ist vertauscht. Nebulosity hat das gemacht, und Ulli hat das fast nicht bemerkt. Warum..blöde Frage, weis ich doch nicht!
Aber kommen wir zum eigentlichen Ergebniss des Testes zurück. Es ging darum meine dunkle CCD-Astrokamera-Funzel gegen etwas zu tauschen was deutlich mehr Informationen preis gibt. Anders ausgedrückt, ich hatte den Schnabel voll von 20min. belichten und dann nichts auf dem Schirm zu sehen. Ich wollte mal schauen was so 18Mpixel-Kameras so hergeben.
Also was die Bearbeitung des Rauschens betrifft, so kann ich sagen, das dies durchaus ganz ordentlich zu machen ist. Kein Vergleich mehr zu den 10MPixel-Schleudern. Aber ein Quantensprung gegenüber meiner betagten Qhy6c ist es nicht wirklich. Am 18.4. schenkte ich dem alten Photonensauger sauerländer Himmelsathmosphäre. Und die Bearbeitung dieser Bilder offenbarte einen wesentlichen Nachteil der Qhy. Bad Pixel MÜSSEN mit einer Bad Pixel-Maske entfernt werden, denn nach dem Überlagern der Bilder sind sie so groß, das man sie mit dem Photoshop nicht mehr wegbekommt. Anders da die Bad Pixel der DSLR, die lassen sich auch nach dem Überlagern locker per Rauschfunktion eliminieren...jedengfalls die Meisten. Anders bei Cosmics. Dafür scheint die DSLR empfindlich zu sein. Jedenfalls hatte ich da so ein paar hundert in meinen DSLR-Raws. Aber auch hier ist Photoshop hilfreich und effizient.
Tendenziell führt die DSLR gerade das Rennen an. Kommen wir zum Hintergrund. Die DSLR hat immer noch die Farbflecken nach dem Debayern, nur eben bei 18MPix viel kleiner und dadurch unauffälliger. Aber stören tun die schon enorm. Hier zieht gerade die Qhy an der DSLR vorbei, denn deren Hintergrund ist fleckenfrei, aber eben etwas "grobkörniger" als der der DSLR.
Ich hatte am 17. auch einige recht vermurkste H-alpha-Aufnahmen mit der DSLR gemacht. Hier steht die Beantwortung der Frage, wer das Rennen macht, noch aus. Aber tendenziell neige ich dazu auch hier der DSLR einen Vorsprung einzuräumen, einfach wegen der doppelten Pixelanzahl. Aber wie gesagt, noch ist das letzte Wort nicht gesprochen.
Was bleibt ist Verwirrung. Einerseits der wesenlich fleckenfreiere Hintergrund der QHY, andererseits die deulich höhere Pixelzahl der DSLR. Letztere führt zwar zu einem fleckigen Hintergrund, aber auch zu einem glatteren Hintergrund...wenn man Photoshop quält. NAja, ich hab die DSLR ja noch ein paar Tage, es besteht also noch Hofnung auf ein endgültiges Ergebnis.
Aber Eines hat sich jetzt bestätigt. Sollte euch irgendein Freckel von einem der Astrohändler mal eine Filterschublade mit T2-Anschluss empfehlen, haut ihm gleich in die Schnau...der hat sie doch nicht alle. Das Teil vignettiert wie blöde..zumindest an meiner QHy.
Gutes Nächtle
Ulrich
Also ich würde zu einem Unentschieden tendieren. Beide Systeme geben sich nicht viel.